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Der Retsina, ein Weißwein mit Harzgeschmack, wird ausschließlich in Griechenland produziert.

Aber warum nur schmeckt der Wein nach Harz?
Hat da jemand bei der Weinherstellung gepennt, und irgendwie hat der Wein Anklang gefunden und ist jetzt „hipp“?
Ist das ein Marketinggag von einem durchtriebenen Winzer?

Weder noch!
Früher wurden Ziegenschläuche oder Amphoren und später Holzfässer mit Harz abgedichtet.

Dadurch waren die Behälter luftdichter abgeschlossen und die Weine konservierten besser. Dies merkten auch schon die alten Griechen, die allerdings die bessere Haltbarkeit auf das Harz und nicht auf den verringerten Lufteinfluss zurückführten.

Heute kommt der Harz während der Gärung in Form kleiner Würfel oder gemahlen in den Wein.
Cafe Ada, 2006 griechisch-, französisch-, türkisch-, amerikanische Symbiose :-)Für die Qualität entscheidend ist, dass "frisches Harz" verwendet wird, da Harz selbst oxydieren kann.
Das Harz stammt meist von der Seekiefer oder Alepeokiefer. Retsina ist bezeichnungsrechtlich kein Tafelwein. Von der EU wurde ihm die Bezeichung "Traditioneller Wein" zugesprochen.

Ein gemäßigter Chauvi würde sagen:
Mit den guten Dingen ist es wie mit den guten Frauen - sie ergeben sich nicht bei der ersten Bekanntschaft, man muss sich lange um sie bemühen und die Häufigkeit der Begegnung pflegen, ehe sie sich enthüllen. So ist es auch mit dem Retsina!